Vegan – Tag 263

Nach sehr langer Abstinenz dachte ich mir, dass es mal wieder Zeit wird für einen Blog Eintrag. Ich wurde ja auch freundlicherweise via E-Mail darauf hingewiesen, dass es doch mal wieder Zeit wird.

Ich werde mich in nächster Zeit auch mal den Fragen, die mich per Mail erreicht haben, zuwenden und diese hier beantworten. (blog@oliverwetzel.com)

Aber was hat sich in dieser Abstinenz getan?
Eigentlich nicht viel Neues. Wie ihr am Titel dieses Artikels sehen könnt, lebe ich nach wie vor noch Vegan. Und auch gesundheitlich sieht es sehr viel besser aus als davor. Nochmal zur Erinnerung: Der Grund warum ich Vegan lebe ist meine Migräne, die ich habe.

Was ich nach 263 Tagen nun sagen kann ist: Die Migräne hat sich deutlich verbessert. Heißt die Anfall Häufigkeit hat sich, auch für andere merklich, deutlich reduziert. Entgegen der Meinung von ca. 50 Ärzten, die mir durch die Bank weg gesagt haben, dass die Ernährung keinen Einfluss auf die Migräne habe. Und mal abgesehen von der Migräne geht es mir körperlich ebenfalls deutlich besser.

Für alle die sich überlegen Vegan zu leben kommt jetzt euer Abschnitt.
Erstmal ist es erschreckend einfach. Selbst zu kochen mit frischen Produkten ist ja jetzt keine wirkliche Hürde. Und auch Restaurant besuche sind nicht wirklich schwierig da sich 90% der von mir besuchten Restaurants sich die „Mühe“ machen und etwas veganes zu servieren. Was evtl. etwas nervt, zumindest auf die Dauer, ist meine Lieblingsfrage: Was isst du denn dann jetzt noch?!

Letzten Endes ist es eine gute Entscheidung gewesen diese Ernährungsumstellung vorzunehmen. Aus gesundheitlichen Gründen und auch aus der Sicht der Tiere. Über letztere habe ich mir erst mit der Zeit ein wirklich umfassendes Bild gemacht. Genauso wie über die Effizient von Veganer Ernährung.

So, ich denke dass ich jetzt ein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Und ich werde mich dann die nächsten Wochen wieder melden – hoffe ich doch 🙂

 

 

 

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Was kannst du denn jetzt noch essen, außer Nudeln???

Nun noch ein Post zum Thema „Was kannst du denn jetzt noch essen?“.

Das erste Bild ist ein sehr einfaches Gericht. Kartoffeln und Zucchini kochen, ich schmeiße die einfach in meinen Dampfgarer…warte 20 Minuten…mache in dieser Zeit einen Joghurt Dip aus Sojajoghurt, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und in diesem Fall war es das schon.

Oben rechts seht ihr etwas nicht sooo schönes :D…schmeckt aber. Das koche ich mir Sonntags in einer großen Menge vor und fülle das in Kunststofdose für die Arbeit. Das nehme ich mit, schiebe es in die Mikrowelle und fertig ist mein Mittagessen. Was ist jetzt drin? Sag ich nicht! 😛 Doch natürlich. Es ist einfach nur Reis, Kichererbsen (oder Bohnen) oder einfach Gemüse was gerade da ist, Sojajoghurt und zahlreiche Gewürze wie: Kümmel, Koriander, Petersilie, Chilli, Salz, Pfeffer, etc….

Dann Linsen und Nudeln. Dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Ich mag Linsen einfach Essig lastig, daher schmecken die bei mir auch etwas mehr nach Essig :). Sieht man ja aber nicht :D. Wichtig ist Linsen ohne Salz zu kochen, denn sonst brauchen die Dinger ewig um weich zu werden.

Hier seht ihr mein aktuelles morgendliches Frühstück. Sojajoghurt, Heidelbeeren, Himbeeren und Cashewkerne. Wenn es mal süßer sein soll gebe ich einfach etwas Agavendicksaft dazu.

Unten links wurde mein Dampfgarer wieder mal benutzt. Kartoffeln, Zucchini, Paprika und Champignons. Einfach Olivenöl drüber. Salz. Pfeffer. Fertig. Warum unnötig schwer machen?!

Und unten rechts seht ihr Kartoffeln, Blumenkohl und Perlgraupenrisotto. Die Kartoffeln und den Blumenkohl habe ich mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Der Blumenkohl hat noch etwas Muskat abbekommen. Und das Perlgraupenrisotto durfte in einem „klecks“ Sojomargarine baden.wpid-2015-08-09-16.59.18.jpg.jpeg

Was kannst du denn jetzt überhaupt noch essen???

Da ich vermehrt E-Mails zum Thema Rezepte bzw. zum Thema: „Was isst du denn jetzt überhaupt?“ bekommen habe jetzt mal der erste Versuch. Da ich sehr sehr seeehr selten nach Rezept koche, kann ich euch keine Mengenangaben geben. Probiert einfach aus und immer wieder abschmecken!

Als erstes sind das meine Grillspieße: Einfach Kartoffeln, Zucchini und Paprika aufspießen und fertig. Zu dem ganzen habe ich den Joghurt Dip gemacht. Den habe ich aus Sojajoghurt, Minze, Petersilie, Zitronenabrieb und saft, Salz, Pfeffer und Olivenöl gemacht.

Dann ganz einfache Dinkel – Vollkornspaghetti mit Tomatensoße. Hinterher habe ich noch etwas Olivenöl und Balsamico essig darüber gegeben.

Links unten seht ihr selbstgemachte Chips aus Kartoffeln. Einfach ganz dünn schneiden und in Öl frittieren. Und danach auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Ich hab diese Chips mit Salz, Paprikapulver und Chilli gewürzt.

Unten in der Mitte seht ihr wieder Nudeln mit Tomatensoße. Das ist einfach ein Essen, wenn es mal schnell gehen soll. Dauert maximal 15 Minuten, dann heißt es mangiare.

Rechts unten seht ihr Sojajoghurt, Haferflocken, Heidelbeeren und Himbeeren. That’s it! Gibt es zum Frühstück oder, wie in dem Fall, einfach mal als Snack.wpid-2015-08-09-17.02.52.jpg.jpeg

Vegan – Tag 21

Es ist jetzt Tag 21 an dem ich mit Vegan ernähre. Somit wird es mal Zeit, dass ich wieder von mir hören lasse. Ich halte es nicht für sehr sinnvoll alle paar Tage etwas zu posten. So viel wird sich in so einer kurzen Zeit nicht ändern. Deswegen kommt eben jetzt nach 3 Wochen der nächste Eintrag. Dafür mit umso mehr Infos 🙂

Zuerst: Mich hat ein Auffahrunfall zur Bettruhe verdonnert. Trotz alledem musste ich nicht auf Fertigprodukte oder Lieferdienste zurückgreifen. Und bevor E-Mails kommen…mir geht es den Umständen entsprechend gut!

Dann wurde ich zum Grillen eingeladen. Abgesehen davon, dass die vegane Ernährung ein sehr interessantes Thema zu sein scheint, für die „anderen“, gab es überhaupt kein Problem. Ich habe mir Spieße mit Kartoffeln, Zucchini und Paprika vorbereitet und dazu einen Dip aus Sojajoghurt, Minze, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Petersilie, Vanille, Salz, Pfeffer und Olivenöl gemacht. Und auch nach diesem Grillabend bin ich immer noch der Meinung, dass man sich Wurst nicht auf Soja Basis nachbauen muss. Ich sage nicht, dass es nicht schmeckt. Es macht nur einfach keinen Sinn – für mich 🙂

Ansonsten gibt es bisher keine wirklichen Probleme was die Ernährung betrifft. Ich hole mir auf dem Markt hier in der Stadt mein Obst und Gemüse. Habe eigentlich immer 2 – 3 Becher Sojajoghurt im Kühlschrank. Mit Kräutern und Gewürzen habe ich mich seitdem ich koche eingedeckt – was jetzt auch schon mehr als 10 Jahre sind). Ein paar Dinge habe ich jetzt zum ersten Mal gekauft: Amaranth, Chia samen und Quinoa. Das ist zumindest dass, was mir jetzt so spontan einfällt.

Ich habe bisher auch keinerlei Verlangen nach Fleisch, Käse, etc. Und selbst das Schokoladenverlangen ist nach 21 Tagen nicht wirklich ausgeprägt. Wobei es hier ja genügend Möglichkeiten gibt, da die „Ritter Sport“ Marzipan und Halbbitter tatsächlich Vegan sind. Außerdem sind viel Bitter Schokoladen Vegan. Und da ich schon immer gerne Bitter Schoki gegessen habe, kommt mir das ja zu gute. Aber, wie gesagt, bisher ist das Schokiverlangen nicht sehr groß – zu meiner Überraschung. Also Fazit nach 21 Tagen: Alles super.

Kommen wir nun zum Medizinischen Teil:

Was ich nach 21 Tagen festgestellt habe ist, dass ich Sojaprodukte und Kichererbsen nicht vertrage. Sojajoghurt und Sojapudding hingegen geht. Wahrscheinlich liegt dass an der anderen Verarbeitung.

Jetzt ein kleiner Exkurs: In der traditionellen Chinesischen Medizin wird die so genannte Zungendiagnostik angewendet. Hierbei schaut man auf die Zunge und kann anhand der Farbe und de Belags erkennen welche Funktionsstörungen im Körper vorliegen. Das mal dazu. Anhand dieses diagnostischen Verfahrens habe ich mein mir eine positive Veränderung festgestellt. Vorher war die Magen und Milz Zone sehr belegt (falls es jetzt eklig wird, einfach überlesen :D) nun ist noch die Nieren / Blase / Darm Zone belegt (was sie vorher auch war). Mal schauen, was sich hier noch so tut :). Des weiteren sind meine Augen weniger Gelb, was sie vorher immer mal wieder waren.

Zur Migräne kann ich noch nichts relevantes sagen, da 21Tage einfach zu wenig sind um Rückschlüsse auf die Ernährung zu ziehen. Für die Statistik: Ich hatte in den 21 Tagen einen Anfall. Was schon eine Verbesserung ist.

Zu guter Letzt: Ich habe mittlerweile einige E-Mails bekommen, was ich denn so esse und ob ich die Rezepte posten kann. Ich kann euch gerne Bilder poste und sagen was drin ist…da ich aber, so gut wie immer, ohne Rezept koche kann ich leider keine Mengenangaben machen. Also ausprobieren! So lernt man kochen am besten 😉

Ich denke, dass sollte jetzt erstmal reichen. Falls ihr Anregungen, Fragen oder Kritik habt. Immer her damit! Am besten an blog@oliverwetzel.com